Nach dem Schlusspfiff sah man in Handschuhsheim viele freudige Gesichter, sowohl auf dem Platz, als auch auf den Rängen. Der erste schwere Prüfstein konnte mit einer sehr guten Leistung beiseite geschoben werden und man gewann gegen den Berliner Rugby Club mit 25:11.

Die Löwen erwischten einen Traumstart und konnten bereits nach einer Minute mit 7:0 in Führung gehen. Nachdem der Ankick der Berliner keine zehn Meter weit flog, gab es Gedränge für Handschuhsheim auf dem Mittelpunkt. Dann ging alles sehr schnell: Alexander Pipa nahm den Ball auf und seinen Gedrängehalb Christoph Heising mit, dieser bekam dann auch den Ball und trug diesen bis ins Malfeld. Großer Jubel und der Auftakt für ein gutes und kämpferisches Rugbyspiel. Mathias Pipa konnte erhöhen und der TSV hatte die erste Führung inne und gab diese auch nicht mehr her.

Die blau-weißen waren von der ersten Minute an wach, zeigten keine Schwächephase und konnten vor allem in der Verteidigung eine souveräne Leistung zeigen.

Zehn Minuten später baute der TSV seine Führung aus und legte den Versuch zum 12:0. Wieder konnte nach einem Gedränge der Gegner stark unter Druck gesetzt werden und nachdem Dominic Rothfuchs noch kurz vor der Mallinie gestoppt werden konnte, war die schnelle Unterstützung in Form von Alexander Hug zugegen, um direkt neben dem offenen Gedränge abzulegen.

Beide Mannschaften mussten dann mit 14 Mann weiterspielen. Erst bekam der Berliner Veidt wegen Faustschlag die gelbe Karte, ein wenig später folgte ihm Ayachi, der den kickenden Lwila rempelte. Über die Verhältnismäßigkeit der beiden Karten kann man diskutieren.

Die Berliner spielten munter mit, versuchten mit der schnellen Hintermannschaft den TSV in Gefahr zu bringen, es fehlte aber die richtige Durchschlagskraft um Punkte zu erzielen und so musste die schwarz-roten bis zur 35. Minute warten ehe Hackel den Anschluss zum 3:12 per Straftritt herstellte.

Kurz vor der Pause war es dann Alexander Pipa selbst, der sein Versuchekonto auf 7 erhöhte und Handschuhsheim mit 17:3 weiter auf die Siegerstraße brachte. Es war ein typischer Alex Pipa Versuch: Er kickte einen Straftritt vor dem Berliner Malfeld schnell an, schickte dann erst seinen Trainerkollegen Jens Schmidt, um nach dem offenen Gedränge, ähnlich wie im Versuch zuvor, abzulegen.

Die Führung war zwar deutlich, aber man darf Berlin nie das Spiel in die Hand geben und so spielte Handschuhsheim nach der Halbzeit genauso konzentriert weiter, zumal mit dem Seitenwechsel Hackel noch einmal per Staftritt auf 17:6 verkürzte.

In der 45. Minute kamen dann die ersten frischen Kräfte von der Bank und die eingewechselten Stürmer Laule und Bender ersetzten ihre Kollegen gleichwertig, sodass man im Gedränge weiterhin bestimmend blieb.

Mathias Pipa traf in der 58.Minute per Straftritt und zehn Minuten später fiel dann die endgültige Entscheidung. Die gute Verteidigung der Löwen zwang die Hauptstädter zu Fehlern und Sebastien Chaule schnappte sich den Ball aus den Berliner Reihen und lief unter großem Jubel im Malfeld ein. Der Anschlussversuch in der 72. Minute von Colin Grzanna war der verdiente Lohn für eine engagierte Leistung, half den Berliner aber nicht weiter und sie mussten ohne Punkte im Gepäck wieder nach Hause reisen.

Ein besondere Dank gilt noch Christoph Heising, der vorerst seinen letzten „Diver“ im Lionspark gemacht hat. Seine Verletzungen zwingen ihn, sich aus dem aktiven Spielbetrieb zurückzuziehen. Ein schmerzhafter Verlust für den Verein. Glücklicherweise hat man junge Spieler, die seinen Platz einnehmen werden. Danke Christoph und Glückwunsch zu dem tollen Abschiedsspiel gegen Berlin.

Am Montag ist trainingsfrei und ab Mittwoch ist das Spiel schon wieder Vergangenheit und man wird dort weiter arbeiten, wo man aufgehört hat.

Der TSV spielte mit folgendem Team: Engelhardt, Schröder, Bayer, Schmidt, Doyle, May, Hug, Pipa A., Heising, Lorenz, Rothfuchs, Ayachi, Chaule, Pipa M.,Walker.
Eingewechselt wurden Hartmann, Laule, Wetzel, Lortz, Marin, Bender und Bommes.



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