Der TSV Handschuhsheim muss am 6. Spieltag die erste Niederlage hinnehmen und verliert nach einer sehr guten kämpferischen Leistung gegen den aktuellen deutschen Meister mit 15:22 und muss sich mit einem Bonuspunkt zufrieden geben.

Die Partie begann abwechslungsreich, beide Mannschaften zeigten gute Aktionen und wurden dem Titel „Spitzenspiel“ absolut gerecht. Während Handschuhsheim gute Aktionen mit dem Sturm hatte, versuchte Frankfurt mit der starken Hintermannschaft Lücken zu reißen. Nach einer Viertelstunde verschafften sich die Hessen eine Feldüberlegenheit und konnten durch einen schönen Spielzug in der 20. Minute durch einen Versuch in Führung gehen. Der kräftige Innendreiviertelspieler Sam Leung-Wai durchbrach die erste Verteidigungsreihe und konnte dann Bevan Gray bedienen, der nur noch ablegen musste. Die Erhöhung von Manawatu gelang. In der 22. Minute schwächten sich die Löwen selbst, Sebastien Chaule bekam wegen „Stamping“ von der guten Schiedsrichterin Teagarden die rote Karte und die Löwen mussten die restliche Zeit in Unterzahl spielen.

Beide Mannschaften konnten durch Manawatu und Mathias Pipa noch Straftritte verbuchen und so stand es nach einer guten halben Stunde 3:10. Die Mainstädter bekamen im angeordneten Gedränge die Löwen immer besser in den Griff und konnten mehrmals die blau-weißen wegschieben. Frankfurt blieb weiter am Drücker; kurz vor der Pause konnten sie eine Überzahl nutzen und der junge Timo Vollenkemper tauchte an der Außenlinie ins Malfeld ein und markierte den Halbzeitstand von 3:15.

Die Ansprache zur Pause von Trainer Jan Ceselka sollte den Löwen ihr Selbstvertrauen zurückbringen und so ging es mit dem Herz in der Hand in die zweite Hälfte. Es fruchtete: nach dem Jamie Housten kurz nach der Pause die gelbe Karte bekam, konnte Alexander Pipa in 44. Minute einen Straftritt schnell ausführen und den Anschluss herstellen. Die Frankfurter reagierten erst, als der eifrige Punktesammler schon im Malfeld lag, sein Bruder erhöhte und es stand nur noch 10:15. Jedoch bestraften die Hessen jeden kleinen Fehler in der Verteidigung und so war es Keiron Manawatu, der in der 50. Minute den alten Abstand wieder herstellte. Er erhöhte seinen gelegten Versuch selbst zum 10:22.

Doch für den TSV war hier noch nichts entschieden und so war es ihnen vorbehalten den Rest des Spiels zu bestimmen. In der 56. Minute war es wieder Alexander Pipa der einen Schritt schneller als die Frankfurter Verteidigung war, wieder gab es einen Straftritt ca. 20 Meter vor dem Malfeld der Hessen und wieder nahm die Nummer 8 der Löwen den Ball in die Hand und ließ die Spieler wie Slalomstangen stehen, um an der Außenlinie den Ball abzulegen. Die Erhöhung wurde nicht getroffen, aber die Löwen waren wieder im Rennen und es stand nur noch 15:22.

Handschuhsheim war trotz der Unterzahl nahe an einem weiteren Versuch dran, Shaun Walker und Alexander Pipa fehlten nur wenige Zentimeter um den Ausgleich zu erzielen, aber die schwarz-roten verteidigten verbissen und konnten so den Sieg über die Zeit retten.



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