Patrick Eiermann im Vorwärtsgang

Das Kaiserwetter im Lionspark lockte etwa 250 Besucher an das Spielfeld. Ideale Bedingungen also für den TSV seine erfolgreiche Serie fortzusetzen.

Das Spiel begann jedoch zerfahren. Einige Fehler auf beiden Seiten ließen eine Standardsituation auf die nächste folgen. Die Gastgeber erarbeiteten sich immerhin den Vorteil, weit in der Hälfte der Hannoveraner zu spielen. Zählbares sprang aber erst in der 16. Minute raus, als Matthias Pipa einen Straftritt aus halbrechter Position zum 3:0 über die Stangen kickte. Dies war der benötigte Weckruf für die Hausherren und sie besannen sich auf ihre Stärken. 4 Minuten später war es soweit: Nach einem Paket marschierten die Hendsemer Stürmer in gewohnter Manier ins hannoveraner Malfeld wo Markus Bender zum Versuch ablegen konnte. Pipa Erhöhte ohne Probleme zum 10:0. Der DSV bemühte sich weiterhin ins Spiel zu kommen, hatte aber weiterhin weniger Spielanteile und agierte häufig unglücklich. Zu oft konnten bspw. Befreiungskicks durch die Löwen abgeblockt werden. Die Konsequenz in der 35. Minute war ein Versuch durch den schnellen Dominik Rothfuchs, der nach einem Gedränge an der 22-Meter-Linie unter den Stangen eintauchen konnte. Pipa erhöhte wieder zum Halbzeitstand von 17:0.

Die zweite Halbzeit begann stürmisch. Nach dem Antritt der Hendsemer konnte der Befreiungskick der Hannoveraner wieder durch Wetzel abgeblockt werden, Chaule schaltete schnell, nahm den Ball auf und legt zum Versuch ab. Die Erhöhung bereitete Pipa abermals keine Probleme, so stand es plötzlich 24:0. Das Spiel wurde jetzt härter und schneller. Der DSV versuchte ein schnelles Angriffsspiel aufzuziehen, scheiterte aber immer wieder an der sehr stabilen und gut organisierten Abwehr der Löwen. Bei einem schnellen Angriff der handschuhsheimer Hintermannschaft in der 45. Minute wusste sich Krause vom DSV nur noch durch ein Foul an Mathias Pipa zu helfen. Dies rächte sich doppelt: der Spieler musste mit Gelb vom Platz und der TSV kickte den Straftritt zur Gasse, bildete ein Paket und schob ins Malfeld. Laule verbuchte den Versuch, Pipa erhöhte, 31:0, Bonuspunkt gesichert. Diesen souverän heraus gespielten Vorsprung nutzte der junge handschuhsheimer Trainer zum einwechseln einiger Reservisten. Vielleicht war es die dadurch resultierende Verwirrung, die den Gästen einen überraschenden, durch einen Überkick vorbereiteten Versuch durch den Gedrängehalb, ermöglichten. Die Erhöhung misslang, Zwischenstand 31:5.

Kurz darauf glaubten einige der Heimfan sie hätten ein Déja-vu: Wieder ein schneller Angriff auf der linken Seite in Richtung des hannoveraner Malfeldes. Diesmal zwar regelkonform gestoppt, in der Folge allerdings wieder Gelb gegen die Nummer 7 der Hannoveraner. Die Folge wie vorher: Strafkick, Gasse, Paket, Versuch! Wieder wurde die gefährlichste Waffe der handschuhsheimer Stürmer perfekt ausgeführt und Wetzel konnte diesen Versuch für sich verbuchen. Die Gäste waren mittlerweile etwas verunsichert und so konnte Ayachi nach wunderbarer Vorarbeit durch Walker noch mal für die Hintermannschaft der Gastgeber ins Malfeld eintauchen und den Vorsprung ausbauen. Nach 1 Straftritt und 4 Erhöhungen war allerdings Pipas Fuß müde und die Erhöhung misslang. Das letzte Highlight des Tages gehörte den Gästen, die unermüdlich weiter kämpften und am Ende noch mal all ihr Können unter Beweis stellten und einen sehr schönen, über mehrere Phasen heraus gespielten, Versuch verbuchen konnten.

Sowohl der TLS Mathias Jech als auch der Trainer Ceselka zeigten sich nach dem Spiel zufrieden. Das Ziel waren 5 Punkte und die Umsetzung der im Training angeeigneten Techniken. Beides wurde erreicht, wie man an den sauberen Stürmerversuchen im Paket sehen konnte. Alex Pipa, wegen einer noch nicht ausgeheilten Verletzung zum Zuschauen verdammt, lobte die Disziplin seiner Mannschaftskameraden und den nie gefährdeten Sieg. Besonders zu erwähnen ist noch die souveräne und ruhige Spielführung durch den Referee Craenen aus Schweden, der die Partie zu jeder Zeit voll im Griff hatte.



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