Nachdem unsere Junglöwen bereits am letzten Samstag mit 17:0 bei der SG HRK / SCN erfogreich waren, gelang am Mittwoch im Lionspark der nächste Streich mit einem 19:12 (7:0) Sieg gegen die RGH.


Konnten die Löwentrainer gegen die Klub-Angler personell noch aus dem Vollen schöpfen, verdünnte sich die Spielerdecke vorm RGH-Spiel besorgniserregend. Mit Ali Sürer, Wolfgang Polte, Luis Marin und Lukas Wadlinger galt es gleich vier Stammkräfte zu ersetzen. Alte Zocker haben immer noch ein Ass im Ärmel und so wurde kurzerhand Julian Schelb „reaktiviert“ und Florian Rambow von der Jugendmannschaft „shanghait“. Dadurch konnten wenigstens vier halbwegs gesunde Akteure auf die Bank gesetzt werden.

„Never change a winning team!“ nutzt halt nix, wenn die Lauser verletzt oder auf Lehrgang unterwegs sind. Mehrere Aufstellungsvarianten wurden diskutiert, so dass die Telefone der Trainer über den Mittwoch einen echten Härtetest zu bestehen hatten.

Unserer Jungs starteten dann stark in die Partie, allerdings ohne ihre Anfangsüberlegenheit in Punkte umsetzen zu können. Die „orange hearts“ zeigten sich nur kurz von dieser Startoffensive beeindruckt und setzten nun ihrerseits auf Angriff. So fanden sich die Junglöwen schneller als erwünscht in die eigene Hälfte zurück gedrängt. Bis weit über die Mitte der ersten Halbzeit mussten die hendsemer Verteidiger Schwerstarbeit verrichten, bevor man sich langsam wieder in Richtung des gegnerischen Malfeldes vorarbeiten konnte. Dort zeigten die RGHler, dass auch sie sich auf Defensivarbeit verstehen. Zum Glück nicht ganz so gut wie die Junglöwen, denn als der Druck der Hausherren zu stark wurde, wusste man sich nur noch mit einem high tackle zu wehren, was Schiedsrichter Daniel Blank mit einem Strafversuch ahndete. Mit 7:0 ging es dann auch in die Halbzeit.

Der zweite Spielabschnitt startete analog zum ersten. Starker Beginn unserer Junioren, leider wieder ohne Punkterfolg. Dafür stellten sich die Gegner diesmal geschickter an und konnten per Versuch erst auf 7:5 verkürzen, um anschließend per erhöhtem Versuch sogar mit 7:12 in Führung zu gehen. Unsere Jungs nahmen während dessen ihre „berühmte“ Auszeit. Bei Ringern spricht man hier von Passivität. Zum Glück gibt es dafür im Rugby keinen Punktabzug und der zweite Gästeversuch erweckte die Junglöwen wieder zum Leben. Man entdeckte den Kampf für sich und kam ein ums andere Mal gefährlich vor, aber leider nicht ins RGH-Malfeld hinein. Das Glück ist bekanntlich mit den Tüchtigen, dieses Mal in Form eines recht schmeichelhaften Strafversuches, verhängt aufgrund wiederholten Abseitsspiels an der Gasse.

(Den subjektiven Schreiberling drängt es anzumerken, dass bei konsequentem Ahnden der Vergehen, das Spiel bis dahin wohl besser für den TSV gelaufen wäre.)

Egal, Führung zurück erobert, wenn auch mit 14:12 nur hauchdünn. Damit waren dramatische Schlussminuten vorprogrammiert. Und spannend war es an diesem Oktoberabend bis zum Ende. Schließlich wurden die zahlreichen begeisterten Löwenfans durch einen super heraus gespielten Versuch über die Außenbahn für ihre Unterstützung belohnt. Die Erhöhung verfehlte ihr Ziel und somit endete die unterhaltsame Begegnung mit 19:12 für unsere Buben.

Wieder einmal konnten sich die Junglöwen die von der Elterninitiative gespendeten Steaks schmecken lassen. Vielen Dank diesmal an die Familien Marin und Schlicksupp für die tatkräftige Unterstützung.

Damit sind unsere Junioren praktisch schon Herbstmeister. Zwar müssen die Junglöwen noch am 22.10. daheim gegen Stuttgart und am 26.11. in Pforzheim ran, doch die „dicken Brocken“ sind schon mal aus dem Weg geräumt. Hoffen wir mal, dass uns da nicht mehr in die Suppe gespuckt wird!

Löwenrudel:
Julian Schelb, Mirel Demo (60. Hakan Ünal), Paul Rettwitz, Oliver Strang, Günay Akbaba, Thomas Genthner, Marco Dörzbacher (c), Rainer Verclas, Nikolai Sailer, Vincent Spies, Loris Geibel, Kevin Klein, Niklas Heiß, Benedikt Kischka, Abraham Gresham, (Adrian von Tresckow, Karl Kraus, Florian Rambow).



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