Im Sonntagsspiel der DRV-Pokalrunde bewahrten die Löwen ihre weiße Weste und kehrten mit einem deutlichen 60:0-Sieg sowie weiteren 5 Tabellenpunkten aus Aachen zurück.

Obgleich der Sieg zu keinem Zeitpunkt gefährdet war, tat sich der TSV die komplette Partie durch schwer, die Überlegenheit in Punkte umzumünzen. So fielen die ersten Versuche bei bestem Rugbywetter durch die seit Jahren erfolgreichste Löwenart: Ins Malfeld geschobene Gassen und Pick-and-Go-Bälle des Sturms. Glück hatte man sowohl in der Anfangs- als auch in der Endphase des Spiels, als jeweils ein Aachener den Ball herausfangen konnte, auf seinem Weg ins Malfeld jedoch wegen Abseitsstellung vom souveränen Schiedsrichter zurückgepfiffen wurde. Unabhängig davon, dass zumindest bei einem Mal das Abseits deutlich zu sehen gewesen war, kann so etwas auch nach hinten losgehen. Bis auf diese brenzligen Situationen konnte der RCA den TSV nicht ernsthaft gefährden, doch im Gegenzug benötigten die Löwen fast die komplette erste Halbzeit, bis der Offensivbonuspunkt für vier gelegte Versuche gesichert war. So stellte Trainer Uwe Jansen bereits in der Pause fest, dass man eben genau nur dann so punktet wie geplant, wenn man spielt wie geplant! Und dazu gehören im Rugby 15 Spieler auf dem Platz.
Alex Hug legte drei Versuche

Mit zunehmendem Spielverlauf bekam der TSV die Partie zwar ein wenig besser in den Griff, doch weiterhin wurden eine Vielzahl an Chancen durch Handlingfehler oder den berühmten „letzten Pass“ vertan. Nichtsdestotrotz konnten die Aachener der individuellen Klasse der Löwen auf Dauer nicht Paroli bieten. Besonders wenn sich ans System gehalten und Eigennutz hinten angestellt wurde, erspielte man die ein oder andere schöne Phase und konnte am Ende auch zwischen den Malstangen abtauchen. So wurde aus dem 24:0 Halbzeitstand noch das 60:0 Endergebnis, das ein wenig dafür entschädigte, dass an diesem Sonntag mehr drin gewesen wäre. So konstatierte Kapitän Jens Schmidt ungeschönt: „Mit dieser Leistung kann man nicht zufrieden sein. Die Standards waren in Ordnung, aber das gezeigte Niveau ist nicht unser Anspruch.“ Er sprach desweiteren von einer „Charakterprobe fürs Team, diese hart zu spielende Saison sauber zu Ende zu bringen“. Damit legte er den Finger genau in die Wunde, denn gerade der Teamgeist war und ist es, der den TSV dazu gemacht hat, was er heute ist. Auf dem Platz vermisste man ihn zuletzt manchmal ein wenig. Auf dem Papier gut aussehende Siege haben wenig Nutzen, wenn sie mit Unzufriedenheit über die eigene und die mannschaftliche Leistung einhergehen. Bis zum erklärten Ziel, dem Pokalfinale, steht also noch eine Menge Arbeit an. Arbeit die mittwochs und freitags im Training beginnt, damit sie in Zukunft am Wochenende wieder besser auf dem Platz gezeigt werden kann!

Spieler des Tages war Alexander Hug, der sich mit tadelloser spielerischer und kämpferischer Leistung an diesem Sonntag heraushob. Vielen Dank ans Trainer- und Physioteam, den Schiedsrichter und unsere Gastgeber vom RC Aachen, die den Löwen alles abverlangt haben und nach dem Spiel mit Bratwurst und Bier fürs leibliche Wohl sorgten!

Mannschaft TSV:
F. Bayer (50. H. Wetzel), S. Wetzel (75. Sacksofsky), Bender – Schmidt, Rosenthal (41. Stockert) – Contin (60. Spieß), Hug, Hartmann – M. Bayer (41. Bommes), Ayachi – Wenz, Lortz (77. Dörtzbacher), Krüger, Kößler (75. Huber), Pipa

Punkte:
Versuche: Hug (3), F. Bayer (2), S. Wetzel, Hartmann, Stockert, Pipa, Bender
Erhöhungen: Pipa (5)



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