Das Glück hat einen Namen – RK 03 – super Werbung und vielen Dank an das gesamte Organisationsteam, ihr ward ein Top-Gastgeber und ein würdiger Ausrichter für die diesjährigen U14- und U18-Meisterschaften – gerne wieder.

Wir haben an diesem Wochenende gemeinsam begeisternde und hart umkämpfte Spiele auf hohem Niveau erlebt und wir bedanken uns nochmals bei allen teilnehmenden Vereinen. Unser besonderer Glückwunsch geht natürlich an die U14 des BRC und die U18 der RGH, die die Endspiele in ihren Altersklassen verdient gewonnen haben.

Vor, während und besonders nach einer Meisterschaft unterhält man sich ja immer mit Trainern, Team-Managern und Kennern der Rugbyszene – das sind erstaunlicherweise auch immer die gleichen Personen – nämlich diejenigen, welche sich größtenteils seit vielen Jahren mit hoher fachlicher und organisatorischer Kompetenz und mit viel Herzblut im deutschen Jugendrugby engagieren. In allen Gesprächsrunden wurde der Auslosungsmodus der Gruppen stark kritisiert. Wie bereits in der Vorwoche bei den U12- und den U16-Meisterschaften in Handschuhsheim, kam es insbesondere bei der U14 wieder zu einer „Chaosgruppe“ in der drei Heidelberger Mannschaften gegeneinander spielen mussten. Gerade bei einer Meisterschaft möchte man doch auch mal gegen andere Gegner spielen, das sollte doch irgendwie machbar sein.

Bei der U18 fühlen sich die Handschuhsheimer dagegen sowohl aus sportlicher Sicht als auch seitens der Turnierleitung der DRJ und der Schiedsrichterleitung des SDRV, welche für die Gruppen verantwortlich waren, unwiderlegbar und unfair benachteiligt. Zahlen, Daten und Fakten sprechen hier eine eindeutige Sprache und genauso wie es uns dieses Mal getroffen hat, so kann es zukünftig alle anderen treffen. Das ist dann keine ausgleichende Gerechtigkeit, das wollen wir nicht und ich denke, dass das so nie wieder vorkommen darf.

Mit neun gemeldeten Mannschaften fiel die Entscheidung eine Fünfer- (78, BRC, Aachen, Frankfurt und Handschuhsheim) und eine Vierergruppe (RK 03, Germania, RGH und St. Pauli) zu bilden und auszulosen. Der Antrag des TSV Handschuhsheim die Spielzeit in der Vierergruppe so anzupassen, dass die Gesamtspielzeit der Mannschaften in beiden Gruppen gleich ist, wurde im ersten Anlauf seitens der Verantwortlichen nicht stattgegeben und nach wiederholtem Einspruch durch eine Abstimmung der teilnehmenden Vereine mit drei Fürstimmen, drei Gegenstimmen und zwei Enthaltungen (St. Pauli war beim Briefing nicht anwesend) abgelehnt. Als Bemerkung sei zu erwähnen, dass dies den zeitlichen Rahmen der Turniertage nicht beeinflusst hätte. Diese demokratische Entscheidung habe ich als Verantwortlicher für die U18 des TSV Handschuhsheim akzeptiert, weiter geht’s. Was sich jedoch seitens der Turnierleitung am Wochenende ereignete, das geht gar nicht und das ist einfach nur unfair gegenüber allen Mannschaften der Fünfergruppe und insbesondere für den Gruppenersten und –zweiten.

Die kurz vor Turnierbeginn angereiste Mannschaft von St. Pauli hatte keine komplette Mannschaft mit gültigen Spielerpässen und es wurde seitens der Verantwortlichen vor Turnierbeginn beschlossen, dass St. Pauli außer Konkurrenz teilnehmen darf. Dies wurde zumindest mir als verantwortlichem Ansprechpartner des TSV Handschuhsheim (ich stand selbstverständlich offiziell auf dem DRJ-Meldeformular) nicht mitgeteilt. Ich hätte natürlich berechtigterweise sofort offiziellen Protest eingelegt und beantragt, den Gruppenmodus auf zwei Vierergruppen anzupassen und die Auslosung zu wiederholen und St. Pauli aus dem Turnier auszuschließen (nichts gegen St. Pauli, aber es gibt Regeln die bei einer deutschen Meisterschaft gelten und die sind verbindlich einzuhalten – wird ansonsten ja auch immer von uns eingefordert). Ich habe davon erst zufällig nach Abschluss der Vorrunde erfahren als ich mir bei der Turnierleitung die Ergebnisliste angeschaut habe und darauf dreimal ein 0:50 Ergebnis gesehen habe. Auf Nachfrage wurde mir der Beschluss der Turnierleitung, St. Pauli außer Konkurrenz teilnehmen zu lassen nach Ende des Turniers mitgeteilt. Ich unterstelle hier einmal ganz klar, dass man mich aufgrund meines vorherigen Antrags beim Briefing seitens der Turnierverantwortlichen bewusst nicht vorab informiert hatte.

Fakt ist jedenfalls, dass die Löwen im Halbfinale ein Spiel mehr in den Knochen hatten und in jedem Spiel Vollgas geben mussten, was in dieser Altersklasse eine klare Wettbewerbsverzerrung ist und dass die Mannschaften in der Vierergruppe ein Spiel weniger und mit einem geschenkten 5-Punkte-Sieg ihre Gruppenphase abgeschlossen haben. Allergrößten Respekt habe ich jedenfalls vor unserer Mannschaft, die gegen einen ausgeruhteren Gegner im Halbfinale äußerst knapp mit 0:3 und bis dahin ohne einen einzigen Gegenversuch im Halbfinale ausgeschieden ist und sich anschließend im Spiel um Platz drei durchsetzen konnte.

Abschließend sei an dieser Stelle noch einmal zu erwähnen, dass wir die Leistungen der anderen Vereine anerkennen und in einer vergleichbaren Situation sicherlich die sich uns bietenden taktischen Maßnahmen (wie z.B. wenn möglich Spieler schonen oder kraftschonend spielen) genauso nutzen würden, aber ich denke ihr könnt unsere Enttäuschung an dieser Stelle nachvollziehen und unterstützt unser Feedback in der Hoffnung, dass es euch zukünftig nicht auch wieder einmal so ergeht. Dieses Feedback möchte ich euch allen mitgeben und es drückt nicht nur meine persönlichen Emotionen sondern nach meiner gefühlten Wahrnehmung die Emotionen vieler Handschuhsheimer Löwen aus.

Seitens der Jugendleitung des TSV Handschuhsheim werden wir uns diesbezüglich separat mit der DRJ in Verbindung setzten und der DRJ unsere Erwartungshaltung bezüglich Planung, Durchführung und Terminierung von U18-Meisterschaften unter Berücksichtigung von parallelen, kurzfristig geplanten U16-DRJ Maßnahmen und den Regelungen bezüglich Spielersperren, mitteilen.

Michael Reinhard
(U16 / U18 Team-Manager TSV Handschuhsheim)



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