Erwartungsgemäß nicht in Schlagreichweite waren die Löwen am Samstag Mittag beim HRK und verloren deutlich mit 65:0. Dennoch konnten sie erhobenen Hauptes vom Platz gehen.
Denn dass gegen die Kirchheimer mit ihren professionellen Bedingungen nicht um den Sieg gespielt werden konnte, war selbst dem optimistischsten Fan von vornherein klar. Daher versuchte der TSV (wie schon gegen Pforzheim) wieder durchgängig, ohne jedweden Druck Versuche zu legen und möglichst lange gegenzuhalten.

Der HRK war direkt hellwach im Spiel und schloss bereits den ersten Angriff erfolgreich mit Versuch ab. Als sie nach kaum vier Spielminuten schon nachlegten, sah mancher Löwenanhänger das drohende Debakel kommen, aber der TSV kämpfte sich ins Spiel. Mehr als den Meister zwischen seinen Versuchen länger zu beschäftigen und die ein oder andere Chance abzuwehren war jedoch nicht möglich. So ging es mit 29:0 in die Pause.

Mitte der zweiten Halbzeit hatten die Löwen ihre beste Phase, als sie den „Klub“ eine Viertelstunde vom eigenen Malfeld fern halten konnten. Zudem scheiterten sie zweimal erst knapp vor des Gegners Endzone. Mehr sollte aber nicht sein und der HRK schraubte das Ergebnis durch souverän herausgespielte Versuche noch bis zum 65:0 Endstand in die Höhe.

Trotz des zugegebenermaßen hart klingenden Ergebnisses war dies heute für den TSV das Maximum. Mit den derzeit verletzten Spielern könnte man selbst eine Mannschaft formen, die zumindest um den DRV-Pokal mitzuspielen im Stande wäre. Der HRK auf der anderen Seite konnte sogar mehrere Nationalspieler wie Kapitän Alexander Widiker anfangs schonen, die Kadertiefe erlaubt einen solchen Luxus ohne merklichen Qualitätsverlust. Der Ruderklub spielt momentan in einer eigenen Liga und braucht mit solchen Vorstellungen auch den ärgsten Verfolger, TV Pforzheim, nicht zu fürchten. Die Partie wurde vom Schiedsrichtergespann um den Kölner Kilian O’Brien (assistiert von Bernd Schöpfel und Florian Forstmeier) ohne Fehl und Tadel geleitet. Spieler des Tages beim TSV war Marcus Bender, der die Ehrung (und den damit verbundenen Gutschein) jedoch selbstlos an Hannes Wetzel weitergab. Beide zeigten eine vorbildliche kämpferische Einstellung.

Für die Löwen kommt die Winterpause nun gerade recht. Über den Jahreswechsel werden hoffentlich viele Spieler ihre Verletzungen auskurieren und dem TSV helfen, nächstes Frühjahr wieder in altbekannter Löwenmanier anzugreifen!

Mannschaft TSV:
Bender, Wetzel S., Wetzel H. (75. Minute Camus) – Schmidt, Stockert – Spieß, Griskaitis, Hartmann – Krüger, Sürer – Wenz, Lortz (54. Minute Contin), Ayachi (Kapitän) (22. Minute Genthner), Huber, Seelinger

Auch am Samstag gab es gegen den HRK kein Durchkommen

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