Am Ende fehlte nicht viel. Dennoch jubelten die Gäste aus der Mainmetropole und nicht wie im Hinspiel die Löwen. Mit 15:19 muss sich der TSV dem SC Frankfurt 1880 geschlagen geben.

Es war das erwartet knappe Spiel. Die Frankfurter, die erstmal auswärts in Bestformation antreten konnten, brannten natürlich auf Revanche für die Hinspielniederlage (27:25 für den TSV) und starteten druckvoll in die Partie. Die Verteidigung der Löwen hielt aber dagegen, so waren es die Hausherren, die die ersten Punkte auf die Anzeigetafel brachten. In der zwölften Minute war es Verbinder Sebastian Lorenz, der den angezeigten Vorteil von Schiedsrichterin Katharina Pickert nutzte und einen Dropkick wagte – mit Erfolg. In der Folgezeit erspielte sich der TSV einige gute Chancen, vergab diese aber durch Handlingfehler. Mit zunehmer Spieldauer riss Frankfurt das Heft mehr an sich, besonders die starken Manawatu-Brüder sorgten mit präzisem Kickspiel sowie starken Sololäufen immer wieder für Gefahr. Folgerichtig fiel der Ausgleich in der 28. Minute. Die Löwen hatten eine eigene Gasse nach raumgreifendem Kick nicht unter Kontrolle bringen können. Bis zur Halbzeit hatte jede Seite noch eine gute Einlaufchance, die allerdings durch beherztes Eingreifen noch zunichte gemacht werden konnte.

Der Kampf mit offenem Visier ging nahtlos in der zweiten Hälfte weiter. Nach einem tollen Durchbruch von Mathias Pipa lag schon der erste Versuch in der Luft. Dieser fiel dann auch, allerdings auf der Gegenseite: Mangels Unterstützung kickte Pipa den Ball in die Feldmitte, von wo aus Kieran Manawatu einen Konter startete, der erst im Malfeld der Löwen sein Ende fand. Kurze Zeit später erhöhte dieser die Gästeführung per Strafkick auf 3:13. Die Frankfurter waren nun spielbestimmend, aber der TSV zeigte nach kurzer Zeit wieder das berühmte Kämpferherz. Auch die Wechselspieler brachten frische Kraft ins Spiel, positiv fiel vor allem der Neuzugang Adrian Ciornei auf. Nach Gasse in der Lieblingsecke tankte sich Marcus Bender über die Linie und brachte sein Team wieder auf 8:13 heran. Postwendend gelang den Frankfurtern aber ein Dropkick zum 8:16. Wütend rannten die Löwen ein um’s andere Mal gegen den SC ’80 an, nach vielen Phasen brach Christopher Sacksofsky an der Außenlinie durch und legte zum zweiten TSV-Versuch ab. Die Erhöhung durch Mathias Pipa saß und läutete beim Stande von 15:16 eine heiße Schlussphase ein. In dieser gelang Frankfurt ein weiterer Strafkick zum 15:19. Der TSV warf noch einmal alles nach vorne, speziell Kapitän Yassin Ayachi zeigte seine Durchbruchstärke, aber die Verteidigung der Frankfurter hielt stand. So konnten die Hessen nach Abpfiff die geglückte Revanche bejubeln.

In einem eng umkämpften Spiel gingen die Gäste verdient als Sieger hervor, sowohl das überlegene Kickspiel als auch die Cleverness sprachen diesmal für den SC ’80. Der TSV konnte das Fehlen vieler Stammspieler leider nicht kompensieren und muss die nun punktgleichen Hessen in der Tabelle vorbeiziehen lassen (bessere Differenz). Es zeichnet sich ein harter Dreikampf zwischen TSV, SC Frankfurt und dem RK Hessenstamm ab, denn nur für zwei der drei Teams gibt es nächstes Jahr einen Platz in den begehrten Play-Offs.

So spielten die Löwen (1-15):
Bender, Sacksofsky, Viale (64. Danzer) – Contin (41. Reinhard), El-Chami – Stockert (60. Schmidt), Griskaitis, F. Bayer – Dörzbacher (53. Leimert), Lorenz – Seelinger, Ayachi, Huber (50. Ciornei), Cooke (74. Genthner) – Pipa

Punkte: Mathias Pipa (2, Erhöhung); Sebastian Lorenz (3, Dropkick); Marcus Bender (5, Versuch); Christopher Sacksofsky (5, Versuch)



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