Am Sonntag fuhren die „Junglöwen“ nach Stuttgart, um nach der knappen Niederlage gegen Spitzenreiter München RFC und dem hart erkämpften Unentschieden gegen den HTV den ersten Sieg in diesem Jahr zu verbuchen.

Das tiefe und mit Pfützen übersäte Geläuf hielt niemanden davon ab mit Vollgas zu starten. So war es Flanker Heiko Stockert der sich nach wenigen Minuten kraftvoll über die Linie wuchtete. Die folgenden 30 Minuten waren geprägt durch viele kleinere Scharmützel, war der Mann in der Mitte doch als waschechter Franzose eine andere Gangart gewohnt. Dies resultierte in einer 10-minütigen Verschnaufpause für Paul Schüle und der verletzungsbedingten Auswechslung von Stockert, da dieser in einer Gasse unsanft aus der Luft gepflückt wurde.

In der Halbzeit forderte Trainer Bernd Schöpfel von seiner Mannschaft, sich weiter an das Spielsystem zu halten und den oftmals unsauberen offenen Gedrängen mit weiten Pässe aus dem Weg zu gehen. In der zweiten Halbzeit zeichnete sich ein ähnliches Bild. Die Löwen, angestachelt von der Halbzeitansprache, begannen druckvoll und so dauerte es nicht lange bis sich der Veteran Sebastian Ruhland zwei Mal ins Malfeld niederlegen konnte. Dennoch verlor das Spiel der Junglöwen mit zunehmender Dauer sowohl Diziplin als auch Struktur, was auf die mangelnde Erfahrung einiger Junglöwen im Umgang mit der unorthodoxen und teilweise überharten Gangart der Stuttgarter zurückzuführen ist. Neben dem bis zu seiner Auswechslung bärenstarken Stockert konnte der verletzungsbedingte Verlust von Kapitän Thomas Genthner und Hakler Niklas Heiß nicht 100% kompensiert werden. So kam Stuttgart in den letzten Minuten noch zu einem erhöhten Versuch nebst Straftritt.

Das Spiel endete somit 17:10 für die Junglöwen. Für Trainer Schöpfel war in erster Linie wichtig, dass man die vier Punkte des Sieges aus Stuttgart mitgenommen hat. Zudem lobte er die Verteidigungsarbeit, die sich bis auf die kurze Schwächephase vor der Halbzeit stark verbessert hat. Die Mannschaft wird weiter konzentriert an sich arbeiten müssen um den heißgeliebten Ligapokal verteidigen zu können.

Nächsten Sonntag laden die Löwen zum Doppelspieltag ins Sportzentrum Nord.

Um 13 Uhr spielt die 1. Mannschaft ihr letztes Heimspiel der Bundesligarunde gegen den ASV Köln. Anschließend spielt die 2. Mannschaft um 15 Uhr gegen die Neckarsulmer SU.

Der TSV Handschuhsheim freut sich auf die besten Fans der Liga!

Aufstellung TSV:
1 Schüle, 2 Heiß, 3 Dr.Aschauer, 4 Ruhland, 5 Strang O., 6 Dr. Camus, 7 Stockert H., 8 Dr. Contin, 9 Dörzbacher, 10 Genthner (c), 11 Burger, 12 Marin L., 13 Rettwitz, 14 Dr. Adolf, 15 Schmitt.

16 Gresham, 17 Summerfield, 18 Kraus B., 19 Kraus K., 20 Jussli, 21 Metwaly, 22 v. Haken.

Punkte TSV:
Versuche: Stockert, Ruhland (2)
Erhöhung: Dörzbacher

Gelbe Karte: Schüle



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