Das war harte Arbeit. Härter als es hätte sein müssen. Aber am Ende stand ein mehr als verdienter 12:18-Auswärtssieg der Junglöwen in Regensburg zu Buche.

Die Probleme im Sturm stellten sich am Tag des Spiels als größer heraus als erwartet. Kapitän Sebastian Burger zeigte wahrhaftiges Löwenherz. Er wechselte von seiner angestammten Position auf Außen in die erste Reihe und machte seine Sache so gut, dass er am Ende einstimmig zum „Man of the Match“ gekürt wurde.

Aber dennoch zeigten die Junglöwen deutliche Anzeichen der augenscheinlich zu langen Winterpause und verpassten es, trotz drückender Überlegenheit die Partie bereits zur Halbzeit zu entscheiden. Standards waren heute keine Freunde der Handschuhsheimer; die Tatsache, dass Julius von Haken mit dem ersten sauber gewonnen Ball nach einem starken Lauf an der Eckfahne ablegen konnte, bewies die TSV-Übermacht in der Hintermannschaft. Außendreiviertel Marco Dörzbacher erhöhte traumwandlerisch sicher von ganz außen.

Danach lief das Spiel meist nach dem gleichen Schema: Regensburg tat, was in ihrer Macht stand und vereitelte zahlreiche Chancen der Junglöwen, bevor sie überhaupt entstehen konnten. Im Angriff blieben die Bayern ihrerseits vollkommen harmlos. Wenn die Konzentration auf TSV-Seite doch einmal stimmte, wurde es direkt gefährlich. So auch in einer eigentlich nicht vielversprechenden Situation, als die Löwen-Abwehr derart druckvoll anlief, dass der (zu) weite Pass eines Regensburgers statt in den Händen seines Teamkameraden in denen von Marco Dörzbacher endete, der an der Außenlinie bis zum Mal sprintete. Die Erhöhung ging zwar knapp daneben, dafür zeigte er sich bei einem Straftritt dann wieder treffsicher und es ging mit 15:0 in die Pause.

Halbzeitansprache verpuffte wirkungslos

Auch wenn vom Ergebnis her alles zu stimmen schien, machte das Trainergespann Daniel Bung und Patrick Eiermann in der Pause klar, dass hier alles in den eigenen Händen lag und sie einen klaren Bonuspunktsieg erwarteten.

Diese Hoffnungen zerschlugen sich wegen einer couragierten zweiten Hälfte der Gastgeber. Anstatt aus ihrer spielerischen Überlegenheit Potential zu schöpfen, ließen sich die Junglöwen nun immer mehr auf Hauruck- und Kampfrugby ein; und das beherrschte der RC Regensburg besser: Zwei Versuche nach individuellen Tackle-Fehlern brachten die Gastgeber gefährlich nahe ans nicht für möglich gehaltene Comeback.

Am Ende war es weniger das gekonnte Rugbyspiel, als viel mehr der pure Wille, der die Mannen aus Handschuhsheim tief in die Gegnerhälfte brachte, wo Dörzbacher sich erneut nervenstark vom Kickhütchen zeigte. Diese 18:12-Führung retteten die Löwen dann mehr schlecht als recht über die Zeit.

Insgesamt lässt sich zwar sagen, dass es von Charakterstärke zeugte, auch Spiele, in denen wenig planmäßig zusammen läuft, zu gewinnen, aber klar ist auch, dass gegen den RC Rottweil am Sonntag, dem 23. April um 15 Uhr im Schwarzwald, eine deutliche Leistungssteigerung nötig sein wird, um erneut mit Punkten heimzukehren.

So spielten die Junglöwen:
1 Held, 2 Burger (c), 3 Finzer, 4 Hopkins, 5 v. Skyhawk (65. Bidwell), 6 Metwaly, 7 Brunner, 8 Camus, 9 Bayer M., 10 Lorenz, 11 v. Haken (70. Brielmaier), 12 Reinhard P., 13 Reitwitz (75. Cessario), 14 Dörzbacher, 15 Genthner.

Versuche: v. Haken, Dörzbacher
Erhöhungen: Dörzbacher (2)
Strafttritt: Dörzbacher

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