Nachdem sich der TV Pforzheim bereits vor zwei Wochen der RG Heidelberg relativ deutlich (38:24) geschlagen geben musste, wussten die Löwen nach der knappen Niederlage gegen eben jene RGH, dass am gestrigen Sonntag durchaus Punkte gegen den amtierenden Meister und Pokalsieger zu holen waren.

Trotz mehrerer kurzfristiger Umstellungen der Startformation (Gedrängehalb Pirmin Stöhr und zweite Reihe Stürmer Pietro Contin fielen verletzt aus) brannte die 1. XV in der ersten Halbzeit ein wahres Feuerwerk ab.

Bereits in der sechsten Spielminute war es Außendreiviertel Benjamin Oluoch vom Hütchen, der die Löwen mit 3:0 in Führung brachte.

Durch einen starken Durchbruch des Pforzheimer Innendreiviertel gingen die Rhinos in der 13. Minute durch einen Versuch samt Erhöhung in Führung.

Keine fünf Minuten später war Prop Felix Martel der Nutznießer der hervorragenden Vorarbeit seiner Sturmkollegen und schob sich samt Ball über die Mallinie. Die Erhöhung von außen traf ihr Ziel.

Kurze Zeit später wurde es kurios: Yassin Ayachi und Lukas Rosenthal nahmen den Nationalspieler Zimbabwes Antipas Kamkwindo in die Zange und heraus kam ein Ballgewinn, den Verbinder Kai Jansen nach ungehindertem Lauf über 60 Meter unter den Malstangen ablegen konnte. Die Erhöhung durch Oluoch war reine Formsache.

In der 37. Minute war es Yassin Ayachi, der mustergültig von Prop Marcus Bender und Nummer 8 Alexander Hug freigespielt wurde und somit ungehindert an der Außenlinie ins Malfeld der verdutzten Pforzheimer eintauchen konnte.

Auch diese Erhöhung von der Auslinie nagelte Oluoch gewohnt sicher zwischen die Stangen. Somit stand es kurz vor der Halbzeit bereits 24:7. Leider konnte dieser Vorsprung nicht mit in die Pause genommen werden, da Pforzheim quasi mit dem Halbzeitpfiff durch einen Versuch des eifrigen Flankers Lee Murray und Erhöhung durch Bresson noch auf 24:14 aufschließen konnte.

Nach der Halbzeitansprache durch König der Löwen Peter Ianusevici ging es weiter wie in Hälfte eins. Am Ende war es zweite Reihe Stürmer Firas El-Chami der sich ins Malfeld der „Rhinos“ wuchtete. Die Erhöhung sollte der einzige Fehltritt von Oluoch an diesem Tag bleiben. Wer dachte der TV Pforzheim gab sich beim Stand von 29:14 bereits geschlagen, wurde eines besseren belehrt. Beinahe wütend ranten die „Rhinos“ immer wieder in die starke Verteidigungswand, herausragend angeführt von Flanker Vincent Spies (am Ende mit überragenden 14 Tackles). Trotzdem konnten zwei weitere Versuche samt Erhöhung nicht verhindert werden, die in einer unglaublichen Spannung zum Spielende mündeten. Zum Glück der Löwen konnte Verbinder Bresson zwei Straftritte aus jeweils 45 und 48 Meter nicht ins Ziel bringen.

So pfiff der sehr souverän leitenden Schiedsrichter Jahn nach gespielten 80 Minuten ab und bescherte ganz Handschuhsheim einen grenzenlosen Freudentaumel.

So spielte die 1. XV:
1 Bender (62. Schüle), 2 Wetzel, 3 Martel, 4 El-Chami, 5 Rosenthal (70. Ruhland), 6 Spies, 7 Hartmann (c), 8 Hug, 9 Schmitt, 10 Jansen, 11 Oluoch, 12 Ayachi, 13 Badelt, 14 Genthner (70. Korn; 79. Brunner), 15 Jäger.

Versuche: Martel, Jansen, Ayachi, El-Chami
Erhöhungen: Oluoch (3)
Straftritt: Oluoch
Gelbe Karte: El-Chami, Ruhland

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