Knapp vorbei ist auch daneben – so lässt sich die ärgerliche 22:34-Niederlage der Löwen in einen Satz packen. Auch wenn es bitter scheint, nach so einem Kampf mit leeren Händen dazustehen, kann unsere erste Fünfzehn stolz auf ihre Leistung sein.

Mit breiter Brust gingen die Löwen in die Partie, um auch beim Vizemeister Zählbares mitzunehmen. Doch der TVP hatte aus der deutlichen Klatsche gegen die RGH am ersten Spieltag gelernt – und zeigte ein anderes Gesicht, was Einstellung, vor allem aber Aufstellung angeht, denn drei neue Spieler aus Zimbabwe waren wie vermutet rekrutiert worden.

In einer abwechslungsreichen ersten Hälfte gingen die Löwen durch einen Straftritt in Führung. Nach dem Ausgleich der Nordschwarzwälder gingen diese um ein Haar in Führung, doch ein Regelverstoß machte dies zunichte. Dafür kämpfte sich Löwenkapitän Sven Wetzel quasi im Gegenzug über die Linie und stellte auf 10:3 für seine Handschuhsheimer. Bis zur Halbzeit zog der TVP dann aber mit drei Versuchen an den Löwen vorbei, zweimal davon erwischten sie die Löwen mit klugen Kicks auf dem falschen Fuß.

Nach der Pause besorgte Max Reinhard den zweiten und Pietro Contin den dritten TSV-Versuch und das Spiel war komplett offen. In dieser Phase brachten sich die Löwen selbst um mögliche weitere Punkte, da einige aussichtsreiche Bälle vertändelt wurde – ein Umstand, der sich später rächen sollte. Denn der Vizemeister konnte durch einen Strafkick und einen Versuch in der letzten Aktion knapp den Defensiv-Bonuspunkt verwehren, da auch der vierte Versuch für den offensiven fehlte, mussten die Löwen diesmal ohne Beute abziehen.

Es bleibt etwas Trauer angesichts der verpassten Chancen, aber Abteilungsleiter Volker Kraft traf die passenden Worte: „Es macht mich stolz zu sehen, wie unsere Mannschaft, von denen heute 19 (von 22 Kaderspielern, Anmerkung der Redaktion) aus der eigenen Jugend stammen, einer bunt zusammengekauften Truppe so lange mindestens ebenbürtig Paroli geboten hat!“

Auch Headcoach Gordon Hanson fand trotz der ärgerlichen Niederlage lobende Worte für seine Mannschaft: „Durch einfache Fehler setzten wir uns trotz guter Entscheidungen, gerade in der ersten Halbzeit, unnötig selbst unter Druck, allerdings ist eine Verbesserung zum vergangenen Spiel bereits ersichtlich. Wir werden die kommenden Wochen weiter hart daran arbeiten. Die Moral passt und die eingewechselten Spieler haben es geschafft, das Spiel nochmals voran zu bringen.“

Mit der gezeigten Leistung zufrieden, mit dem Ergebnis nicht, also kann es nur in eine Richtung weiter gehen – mit Vollgas nach vorne!

So spielten die Löwen:
1 Bender (62. Sacksofsky), 2 Wetzel (c), 3 Schüle (50. Martel), 4 Reinhard (68. Horn), 5 Contin, 6 Spies (50. Danzer), 7 Müller, 8 Hartmann, 9 Schäfer, 10 Jansen (60. Lorenz), 11 von Haken (55. Kößler), 12 Ayachi, 13 Leimert, 14 Tasche, 15 Buckman.

Versuche: Wetzel, Reinhard, Contin.
Erhöhungen: Jansen (2)
Straftritt: Jansen



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