{"id":2588,"date":"2014-10-15T18:44:21","date_gmt":"2014-10-15T16:44:21","guid":{"rendered":"http:\/\/www.tsv-rugby.de\/php\/wordpress\/?p=2588"},"modified":"2014-10-15T19:55:28","modified_gmt":"2014-10-15T17:55:28","slug":"statement-zur-vorrunde","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.tsv-rugby.de\/php\/wordpress\/2014\/10\/statement-zur-vorrunde","title":{"rendered":"Statement zur Vorrunde"},"content":{"rendered":"<p>Nach der Vorrunde ist vor der Meisterrunde und es ist an der Zeit ein <strong>Fazit zur durchaus durchwachsenen Vorrunde<\/strong> der L\u00f6wen in der 1. Bundesliga zu ziehen.<br \/>\nMit nur <strong>einem Sieg aus f\u00fcnf Spielen<\/strong> ist beim TSV niemand zufrieden und die Ausgangsposition f\u00fcr den Kampf um die Playoff-Pl\u00e4tze ist damit denkbar schwierig. Dennoch d\u00fcrfen wir nicht das gro\u00dfe Bild und die Umst\u00e4nde, wie es zu dieser Bilanz kam, aus den Augen verlieren. Wir m\u00f6chten keine Entschuldigungen f\u00fcr schlechte sportliche Leistungen finden, aber mit diesem Res\u00fcmee wollen wir auch den vielen Kritikern aus den eigenen Reihen und von Seiten der etablierten deutschen Rugbymedien begegnen.<br \/>\n<!--more--><br \/>\nDer TSV Handschuhsheim befindet sich in einem <strong>Umbruch<\/strong> und dabei handelt es sich nicht um eine abgedroschene Phrase, sondern um einen tats\u00e4chlichen <strong>Prozess, der sich nicht innerhalb einer Sommerpause abschlie\u00dfen l\u00e4sst<\/strong>. Nach der vergangenen Saison haben mit Kapit\u00e4n <strong>Alexander Hug, Matthias Pipa und Jens Schmidt<\/strong>, drei der besten Spieler, die jemals das Trikot mit dem L\u00f6wen trugen, ihre Karriere beendet. Dar\u00fcber hinaus hat sich das Trainerteam um <strong>Alexander Pipa, Frank Genthner und Nico Strohmeier<\/strong> aufgel\u00f6st und unsere Spieler werden seitdem von einem Expertenteam betreut, dass sich aus Trainern und Beratern zusammensetzt, die jeweils einen individuellen Aspekt des Trainings, der Taktik und der Spielvorbereitung abdecken. Damit hat unsere Rugbyabteilung einen wichtigen Schritt hin zur Professionalit\u00e4t gemacht, da auch im internationalen Spitzensport einzelne Bereiche des Spiels individuell geschult und betreut werden. Die Einf\u00fchrung der jeweiligen Trainingskonzepte und die ultimative Umsetzung auf dem Feld bedarf jedoch einer gewissen Zeit &#8211; insbesondere im Amateursport.<br \/>\nAuch mit Blick auf den Kader taten sich die L\u00f6wen zuweilen schwerer als erwartet. Diese Leistung lediglich mit dem Abgang einiger Leistungstr\u00e4ger zu entschuldigen liegt uns jedoch fern. Vielmehr kommt auch hier wieder der Aspekt des Umbruchs zum Tragen. Das <strong>Durchschnittsalter unseres Kaders lag in jedem Spiel deutlich unter 25 Jahren<\/strong>, was einerseits ein gro\u00dfes Kompliment an die kontinuierliche Jugendf\u00f6rderung ist, andererseits ein Team aber auch vor gro\u00dfe Herausforderungen stellt. W\u00e4hrend wir in den vergangenen Jahren immer jungen Spielern die M\u00f6glichkeit geben konnten, sich an den Bundesligabetrieb heranzutasten, w\u00e4hrend sie sich an den alten Haudegen des Herrenrugbys orientieren konnten, so gab es aus unterschiedlichen Gr\u00fcnden hier einen Bruch und wir waren gezwungen, junge Spieler direkt ins kalte Wasser zu werfen. Das &#8222;Heranziehen&#8220; von F\u00fchrungsspielern, um den neuen Kapit\u00e4n Gregor Hartmann ist leider kein Prozess, der sich innerhalb von einigen Wochen umsetzen l\u00e4sst. So wie wir unseren jungen Spielern Zeit geben wollen, sich an die H\u00e4rte und das Tempo im Herrenrugby zu gew\u00f6hnen, so m\u00fcssen wir auch unseren derzeitigen Leistungstr\u00e4gern die M\u00f6glichkeit geben, sich in ihren neuen Rollen zurechtzufinden, um den Anforderungen ihrer Vorbildfunktion auf und abseits des Platzes gerecht zu werden.<br \/>\nNicht zuletzt wollen wir auf die <strong>Verletzungsmisere<\/strong> verweisen, die unser Team bereits seit Ende der vergangenen Saison plagt. In der Vorrunde musste der TSV auf <strong>21 (!) Spieler<\/strong> verzichten die entweder Stammspieler oder zumindest im erweiterten Kader der ersten Mannschaft sind. Dabei handelt es sich aktuell um:<br \/>\n<strong>Sven Wetzel, Hannes Wetzel, Jerome Himmer (erst zum Ende der Vorrunde ausgeschieden), Lukas Rosenthal, Vincent Spie\u00df, Lukas H\u00fcbschmann, Florian Stockert, Tonio Kr\u00fcger, Mathias Marin, Felix Bayer, Moritz Bayer, Matas Griskaitis, Oliver Seelinger, Marco D\u00f6rzbacher, Christian Bechthold, Maximilian Retzmann, Daniel Lortz, Tyrell Williams, Steffen Horn, Max Girmann und Kevin Klein.<\/strong><br \/>\nDen meisten Mannschaften in Deutschland w\u00e4re es zu keinem Zeitpunkt m\u00f6glich gewesen, eine derart hohe Zahl an Ausf\u00e4llen zu kompensieren und dennoch hatte der TSV im Durchschnitt etwa 40 Spieler pro Trainingseinheit auf dem Platz. Offener Kritik, wie der von totalrugby.de, wie es sein k\u00f6nne, dass der Gewinner des Gr\u00fcnen Bandes f\u00fcr herausragende Jugendf\u00f6rderung es nicht schafft, mehr als 16 Spieler gegen den HRK zu stellen m\u00f6chten wir hier folgendes entgegenstellen:<br \/>\nSo positiv wir auch der Entwicklung des HRK, zum Wohle des deutschen Rugbys, gegen\u00fcberstehen, so offensichtlich ist dennoch, dass ein Leistungsgef\u00e4lle in der 1. Bundesliga herrscht, dem eine reine Amateurmannschaft nicht gewachsen ist. Da es dem TSV auch nicht verg\u00f6nnt ist, wie etwa anderen Vereinen in der S\u00fcdgruppe, seinen Kader fast ausschlie\u00dflich mit Profis aus der S\u00fcdhemisph\u00e4re zu spicken, die gr\u00f6\u00dften Rugbytalente aus Berlin oder Hannover nach Heidelberg zu locken, oder zumindest f\u00fcr die Schl\u00fcsselpositionen Hochkar\u00e4ter aus dem Ausland zu rekrutieren, kann dieses Gef\u00e4lle langfristig nur aus eigener Kraft \u00fcberwunden werden. Zu diesem Zweck haben wir dieses Jahr auch eine <strong>U23-Mannschaft<\/strong> etabliert, um eben unseren jungen Spielern die M\u00f6glichkeit zu geben, sich <strong>langsam und kontrolliert<\/strong> an das <strong>Niveau der Bundesliga<\/strong> heranzutasten, <strong>ohne gleich ihre Gesundheit oder den Spa\u00df am Rugby auf&#8217;s Spiel zu setzen<\/strong>. Am erw\u00e4hnten Spieltag gegen den HRK hatte der TSV daher auch leider nicht mehr als die 16 angetretenen Spieler zur Verf\u00fcgung, die dem spielerischen und k\u00f6rperlichen Niveau eines Profiteams gewachsen waren. Dass unsere U23 am gleichen Wochenende ein Freundschaftsspiel absolvierte, unterstreicht dabei lediglich den F\u00f6rdergedanken unseres Vereins und bekr\u00e4ftigt umso mehr die Entscheidung, dem TSV Handschuhsheim zum vierten Mal in Folge das Gr\u00fcne Band zu verleihen.<br \/>\nWie eingangs erw\u00e4hnt, soll dieser Bericht <strong>keine Entschuldigung f\u00fcr das schlechte Abschneiden<\/strong> der Mannschaft in der Vorrunde sein, <strong>sondern einige Fragen beantworten und ein wenig Transparenz schaffen<\/strong>. Wir stehen am <strong>Anfang einer gro\u00dfartigen Entwicklung<\/strong>, aus der die L\u00f6wen st\u00e4rker denn je hervorgehen werden, doch es Bedarf auch weiterhin der <strong>Unterst\u00fctzung und des vollen Einsatzes<\/strong>, nicht nur unserer <strong>Spieler und Verantwortlichen, sondern auch der Sponsoren, freiwilligen Helfer und der besten Fans der Liga<\/strong>. Diese Saison ist noch nicht vorbei, sondern sie hat gerade erst begonnen und es werden zehn harte und spannende Spiele bis zum Beginn der Playoffs Ende April. Und wir hoffen auch in Zukunft weiterhin auf unsere Fans z\u00e4hlen zu k\u00f6nnen, denn <strong>der TSV ist mehr als nur ein Rugbyteam. In guten Zeiten, wie in Zeiten des Umbruchs<\/strong>.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nach der Vorrunde ist vor der Meisterrunde und es ist an der Zeit ein Fazit zur durchaus durchwachsenen Vorrunde der L\u00f6wen in der 1. Bundesliga zu ziehen. Mit nur einem Sieg aus f\u00fcnf Spielen ist beim TSV niemand zufrieden und die Ausgangsposition f\u00fcr den Kampf um die Playoff-Pl\u00e4tze ist damit denkbar schwierig. 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