{"id":4752,"date":"2019-03-31T22:57:46","date_gmt":"2019-03-31T20:57:46","guid":{"rendered":"http:\/\/www.tsv-rugby.de\/php\/wordpress\/?p=4752"},"modified":"2019-04-01T21:25:39","modified_gmt":"2019-04-01T19:25:39","slug":"zittersieg-im-nervenkrimi","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.tsv-rugby.de\/php\/wordpress\/2019\/03\/zittersieg-im-nervenkrimi","title":{"rendered":"Zittersieg im Nervenkrimi"},"content":{"rendered":"\n<p>Auch wenn man auf den ein oder anderen Moment nerventechnisch sicherlich h\u00e4tte verzichten k\u00f6nnen: Das war Rugby, wie es sich Zuschauer nur w\u00fcnschen k\u00f6nnen. 350 Fans verlie\u00dfen den Lionspark entweder fertig und gl\u00fccklich (TSV) oder zumindest fertig und stolz (HRK). Was die beiden Teams gezeigt hatten, hatte den Unterhaltungswert eines Super-Rugby-Spiels der S\u00fcdhalbkugel &#8211; und mit dem 46:45-Sieg f\u00fcr den TSV ein passendes Ergebnis.<\/p>\n\n\n\n<p>Die G\u00e4ste vom Heidelberger Ruderklub starteten stark, Sean Armstrong legte nach einigen Sturmphasen per Hechtsprung im TSV-Malfeld ab. Postwendend kam aber die Antwort: Nikolai Klewinghaus bediente nach einem Gedr\u00e4nge Eden Syme, der durch die Ruderklub-Verteidigung schoss wie das Messer durch warme Butter. Nach Marcel Coetzees Erh\u00f6hung stand es 7:7. Doch der HRK k\u00e4mpfte weiter: Wieder ersp\u00e4hte Armstrong eine L\u00fccke und legte auf den mitgelaufenen Au\u00dfen zum n\u00e4chsten Versuch ab. Abermals konnten sich die L\u00f6wen bei Klewinghaus bedanken, der mit einem sch\u00f6nen Kick Marcel Coetzee fand, der im Sprintduell nicht zu schlagen war. Da auch die Erh\u00f6hung mit Hilfe der Stange ihr Ziel fand, \u00fcbernahm der TSV die F\u00fchrung und bekam langsam die gewohnte Sicherheit. <\/p>\n\n\n\n<p>Bis zur Halbzeit zeigten die L\u00f6wen teils furiose Angriffe, besonders sch\u00f6n anzusehen waren Klewinghaus&#8216; Sidestep mit anschlie\u00dfendem 50-Meter-Sprint oder Coetzees Weltklasse-Offload auf Atu Katoa. Mit einem deutlichen 39:12 wurden die Seiten gewechselt. Allerdings verleitete die klare F\u00fchrung wohl einige L\u00f6wen zum verfr\u00fchten Feierabend im Kopf und das sollte sich r\u00e4chen.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"480\" height=\"506\" src=\"http:\/\/www.tsv-rugby.de\/php\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/AtuKatoa-1.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-4758\" srcset=\"https:\/\/www.tsv-rugby.de\/php\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/AtuKatoa-1.jpg 480w, https:\/\/www.tsv-rugby.de\/php\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/AtuKatoa-1-285x300.jpg 285w\" sizes=\"auto, (max-width: 480px) 100vw, 480px\" \/><figcaption>Atu Katoa, unser st\u00e4mmiger Au\u00dfen war wieder f\u00fcr einen Versuch gut. Foto:Fritz Bender<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p>Denn die G\u00e4ste kamen fest entschlossen aus der Kabine und legten los wie die Feuerwehr. Konnte man ein, zwei Situationen noch mit einem &#8222;Naja, das wird nun auch nichts mehr \u00e4ndern&#8220; abtun, dr\u00e4ngte sich nach dem vierten HRK-Versuch infolge (!) der Gedanke auf, ob manche Handschuhsheimer den Ernst der Lage nicht erkennen wollten oder nicht konnten. Zum Gl\u00fcck konnte Gordon Hanlon einige indisponierte Akteure dann vom Feld nehmen und brachte zahlreiche frische Kr\u00e4fte. Vor allem Christopher Korn zeigte die rechte Einstellung, die es f\u00fcr einen Sieg gegen den HRK braucht. Der junge Halb nahm nach einem Gedr\u00e4nge Herz und Quetsch fest in die Hand und st\u00fcrmte los &#8211; bis ins Malfeld. Acht Punkte F\u00fchrung waren wieder etwas besser. Doch der Ruderklub schlug durch Dash Barber nochmals zu, und die letzten f\u00fcnf Minuten beim Stande von 46:45 kamen den Anh\u00e4ngern der L\u00f6wen wohl vor wie die Ewigkeit. Als Schiedsrichter Teppler abpfiff, wussten einige Spieler gar nicht, wie man sich eigentlich f\u00fchlen musste: Froh, stolz, traurig? Die Zuschauer applaudierten beiden Seiten laut und vollkommen verdient. Die erste H\u00e4lfte war klar in L\u00f6wenhand, aber das beinahe gegl\u00fcckte Comeback des HRK war aller Ehren wert und w\u00e4re das Match noch gedreht worden, niemand in Handschuhsheim h\u00e4tte sich beschweren d\u00fcrfen.<\/p>\n\n\n\n<p>So steht unterm Strich eine Charakterprobe und die Erkenntnis, dass auf Spitzenniveau eben volle 80 Minuten Aufmerksamkeit vonn\u00f6ten sind &#8211; keine weniger. Trotz der Punkte an denen das Trainerteam nun arbeiten muss und wird stehen weitere f\u00fcnf Punkte zu Buche, die umso erfreulicher sind, als dass Verfolger RG Heidelberg sein Heimspiel gegen Luxemburg verloren hat und der TSV nun beste Chancen auf die erste Halbfinalteilnahme seit&#8230;ja seit wann eigentlich? Weiter so die L\u00f6wen!<\/p>\n\n\n\n<p>TSV Handschuhsheim vs. Heidelberger RK 46:45 (39:12), TSV: K\u00f6\u00dfler &#8211; Innorcia, Coetzee, Syme, Katoa &#8211; Klewinghaus, Sch\u00e4fer &#8211; Hug, F. Bayer, Spies &#8211; Klein, May &#8211; Sch\u00fcle, Wetzel, Martel\nEingewechselt: M\u00fcssig, Korn, Bender, Hartmann, Stockert, Jansen, Brunner\nVersuche: Syme, Coetzee, Innorcia, Klewinghaus, Katoa, Korn\nErh\u00f6hungen: Coetzee (5)\nStrafkicks: Coetzee (2)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Auch wenn man auf den ein oder anderen Moment nerventechnisch sicherlich h\u00e4tte verzichten k\u00f6nnen: Das war Rugby, wie es sich Zuschauer nur w\u00fcnschen k\u00f6nnen. 350 Fans verlie\u00dfen den Lionspark entweder fertig und gl\u00fccklich (TSV) oder zumindest fertig und stolz (HRK). 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