{"id":5687,"date":"2023-09-30T20:12:34","date_gmt":"2023-09-30T18:12:34","guid":{"rendered":"https:\/\/www.tsv-rugby.de\/php\/wordpress\/?p=5687"},"modified":"2023-10-01T18:49:50","modified_gmt":"2023-10-01T16:49:50","slug":"mit-dem-kopf-durch-die-wand","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.tsv-rugby.de\/php\/wordpress\/2023\/09\/mit-dem-kopf-durch-die-wand","title":{"rendered":"Mit dem Kopf durch die Wand"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Heidelberg. <\/strong>(momo) Nervenkitzel pur &#8211; ganz ohne irgendein Drama ging es wohl nicht. Die L\u00f6wen haben den Offenbacher SCR letztendlich deutlich mit 44:13 besiegt. Auf dem Weg zum n\u00e4chsten Erfolg samt Bonuspunkt gab es allerdings mehr als einen Umweg.<\/p>\n\n\n\n<p>Dass Offenbach eine starke Startf\u00fcnfzehn hat, war klar. Dass man geduldig sein wollte und im System bleiben, auch. Klar war leider auch die Rote Karte gegen Antipas Kamkwindo, der zwar unabsichtlich, aber eben den Kopf des Gegners beim Tackle-Versuch erwischte. So waren die Spielpl\u00e4ne des TSV nach gerade einmal f\u00fcnf Minuten eigentlich f\u00fcr die Katz und es stand ein Abnutzungskampf \u00fcber beinahe die volle Spielzeit bevor.<\/p>\n\n\n\n<p>In dem hatten die Handschuhsheimer Vorteile im offenen Spiel und in der Hintermannschaft, wenn diese mit Schwung kommen konnte. Aber das Gedr\u00e4nge war ein Graus und bescherte den G\u00e4sten viele Strafkicks. Zweimal ging der SCR in F\u00fchrung. Beim ersten Mal konterte Mondli Nkosi per Strafkick im zweiten Versuch. Der erste fehlgeschlagene blieb sein einziger Fehltritt am diesem Tag, der Kickschuh sa\u00df danach wie angegossen.<\/p>\n\n\n\n<p>Auch die Offenbacher spielten dann zehn Minuten zu 14. weiter, als der Flanker sich zu einer T\u00e4tigkeit hinrei\u00dfen lie\u00df. \u00c4rgerlich: Genau auf der Seite gab es keinen offiziellen Linienrichter! Die Wahrscheinlichkeit schien hoch, dass sonst auch die G\u00e4ste einen Platzverweis bekommen h\u00e4tten. Den L\u00f6wen nutzte Lamentieren nat\u00fcrlich nichts, also ging es mit Wut im Bauch weiter.<\/p>\n\n\n\n<p>Als Felix Martel sich nach vielen Phasen \u00fcber die Linie wuchtete, h\u00f6rte man in den Zuschauerr\u00e4ngen, die bei Kaiserwetter gerne etwas voller h\u00e4tten sein d\u00fcrfen, ein Aufatmen:<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p>&#8222;Puh, hoffentlich haben sie sich jetzt gefangen.&#8220;<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p>Dass Marcel Coetzee nach sch\u00f6nem Durchbruch und Nkosi mit einem weiteren Strafkick auf 20:6-Halbzeitstand stellten, schien diese These zu untermauern.<\/p>\n\n\n\n<p>Aber nach der Pause machte sich der Kr\u00e4fteverschlei\u00df bemerkbar, Kamkwindos Power fehlte merklich. Eine gute Viertelstunde waren die L\u00f6wen mehrheitlich mit Verteidigen besch\u00e4ftigt. Das machten sie allerdings auch in teils doppelter Unterzahl herausragend. Unverst\u00e4ndlich, dass der TSV auch nach sechs (!) Strafkicks gegen sich nicht im Gedr\u00e4nge umstellte, Offenbach wollte die Karten und Paul Sch\u00fcle bekam sie.<\/p>\n\n\n\n<p>Dass danach der eingewechselte Marcus Bender das Gedr\u00e4nge, das wohl aus G\u00e4stesicht den Strafversuch h\u00e4tte bringen sollen, f\u00fcr seine L\u00f6wen direkt gewann, lie\u00df das fachkundige Publikum ironisch schmunzeln.<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p>&#8222;Die Karte h\u00e4tte man sich eben sparen k\u00f6nnen&#8220;, <\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p>lautete der Tenor.<\/p>\n\n\n\n<p>Als Justin Renc dann nach einer Druckphase des TSV beim Strafkick am schnellsten schaltete und zum dritten Versuch einlief, entschied die Partie. Offenbach lie\u00df nun k\u00f6rperlich auch nach, was die konditionsst\u00e4rkeren L\u00f6wen zu nutzen wussten.<\/p>\n\n\n\n<p>Es dauerte einige Anl\u00e4ufe, bis erneut der gute Bender die L\u00fccke auf Au\u00dfen sah und Gando zum erl\u00f6senden vierten Versuch und dem Bonuspunkt freispielen konnte. Der riesige Aufwand passte aber an diesem Tag zum Spielgeschehen. Zu oft versuchten die L\u00f6wen es mit dem Kopf durch die Wand.<\/p>\n\n\n\n<p>Die G\u00e4ste gaben sich nicht auf und erk\u00e4mpften in der letzen Aktion ihren hochverdienten Ehrenversuch. Davor hatte sich Topscorer Jaco Otto nochmals \u00fcber die Linie gek\u00e4mpft.<\/p>\n\n\n\n<p>Das klare Ergebnis t\u00e4uschte dar\u00fcber hinweg, dass die Partie mehrfach h\u00e4tte kippen k\u00f6nnen. Aber was spielerisch und systembedingt diesmal nicht gelingen wollte, schaffte der TSV \u00fcber eisenharte Defensive und Kampfgeist. Auch das ber\u00fchmte L\u00f6wenherz ist eben eine Qualit\u00e4t &#8211; und die gab diesmal den Ausschlag.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>So spielten die L\u00f6wen:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>TSV Handschuhsheim &#8211; Offenbacher SCR 44:13<\/strong> (20:6), <strong>TSV: <\/strong>Heising &#8211; Korn, Coetzee, Nkosi, Tomu &#8211; Bechtel, Sch\u00e4fer &#8211; Otto, Renc, T. Frauenfeld &#8211; Williams, Kamkwindo &#8211; Martel, Krinn, Sch\u00fcle; <strong>eingewechselt: <\/strong>Chandler, Rosenthal, Bender, Tanner, P. Frauenfeld, de Giacomoni, Gando.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Schiedsrichter: <\/strong>Jahn; <strong>Zuschauer: <\/strong>300; <strong>Punkte: <\/strong>0:3 (8.) Straftritt Esposti; 3:3 (12.) S Nkosi; 3:6 (16.) S Esposti; 10:6 (22.) Versuch Martel + Erh\u00f6hung Nkosi; 17:6 (33.) V Coetzee + E Nkosi; 20:6 (39.) S Nkosi; 27:6 (60.) V Renc + E Nkosi; 30:6 (64.) S Nkosi; 37:6 (71.) V Gando + E Nkosi; 44:6 (75.) V Otto + E Nkosi; 44:13 (80.) V Sayson + E Esposti; <strong>Zeitstrafen: <\/strong>Sch\u00fcle (55.)\/Felbinger (12.), Goupil (35.); <strong>Platzverweis: <\/strong>Kamkwindo (5.).<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Heidelberg. (momo) Nervenkitzel pur &#8211; ganz ohne irgendein Drama ging es wohl nicht. Die L\u00f6wen haben den Offenbacher SCR letztendlich deutlich mit 44:13 besiegt. Auf dem Weg zum n\u00e4chsten Erfolg samt Bonuspunkt gab es allerdings mehr als einen Umweg. Dass Offenbach eine starke Startf\u00fcnfzehn hat, war klar. 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