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Am Ende ging die Luft aus

Es hat nicht sollen sein: Mit am Ende deutlichen 33:10 Punkten geht das Derby an den SC Neuenheim. Die Differenz kam jedoch erst in den letzten fünf Spielminuten zustande.

An Spannung hielt die Begegnung auf alle Fälle, was sie versprach. Bei bestem Rugbywetter hatten sich mehrere hundert Fans eingefunden, um zuzusehen, wenn die Lieblingsnachbarn die Frage um die Vorherrschaft in Heidelbergs Rugbynorden zumindest in der Vorrunde klären. Harte Tackles und zwei Verteidigungen, die sich nicht schenkten, verhinderten lange Zeit Versuche. So war es den beiden Kickern Thomás van Gelderen (SCN) und Michael Cooke (TSV) vorbehalten, für die ersten Punkte des Spiels per Strafkicks zu sorgen.

In der 30. Minute war es dann ein missglückter Befreiungskick, den der flinke Oliver Paine zu einem starken Konter nutzte. Der mitgelaufene Marten Strauch vollendete per Versuch und bescherte dem SCN die erste größere Führung. Ein weiterer Strafkick nach Verwarnung für Nick Brew bedeutete den Halbzeitstand von 16:3 für den SCN.

Besser aus der Pause kamen dann die Löwen und bissen sich direkt in des Gegners Hälfte fest. Innerhalb kurzer Zeit wusste sich das „Heimteam“ zwei Mal nur mit unfairen Mitteln zu helfen und schwächte sich durch die Zeitstrafen gegen Wiegandt und Didebashvili selbst. Diese Drangphase nutzte der TSV nach mehreren Anläufen dann zum ersehnten Anschlussversuch durch Tyrell Williams. Der eingewechselte Thomas Genthner trat das Ei von rechts außen mittig durch die Stangen und brachte sein Team wieder mit 16:10 in Schlagdistanz.

In der turbulenten Schlussphase gab es Chancen auf beiden Seiten. Ein Mal waren die Löwen nahe an den wichtigen Punkten, wurden jedoch ein wenig zu früh des Vorteils durch den dennoch sehr guten Schiedsrichter Kilian O’Brien beraubt. Ein andermal konnte man sich glücklich schätzen, dass der letzte Pass des SCN nach vorne ging. Als dem TSV ein wenig die Kräfte schwanden, war der SCN zur Stelle und punktete in der 76. Minute erneut durch Marten Strauch. Die Löwen warfen nochmal alles nach vorne, aber anstatt die kleine Chance zu wahren, wurde ein Pass in der Nachspielzeit heraus gefangen und der dritte Versuch der Neuenheimer war dann zu viel.

Ein insgesamt verdienter Sieg für den Nachbarn, der sich in den entscheidenden Situationen etwas schneller und cleverer präsentierte. Die Löwen warten nach zwei Spielen noch auf den ersten Sieg und werden die Spielpause nächstes Wochenende zur intensiven Aufarbeitung sowie weiteren Trainings nutzen. Gegen den Heidelberger TV soll dann am 20.09. endlich ein Sieg gelingen!

So spielten die Löwen:
Cooke (53. Genthner), Huber (41. Bayer M.), Badelt, Ayachi, Williams – Sürer, Krüger – Hartmann, Brew, Bayer F. – Contin, Klein – Himmer J., Sacksofsky C., Bender (76. Hopkins).

Punkte: Versuch Williams, Strafkick Cooke, Erhöhung Genthner.
Karten: Gelb für Brew (39.)

Zuschauer: 450

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