Am heutigen Samstagnachmittag hatten die Löwen keine Chance gegen den Deutschen Meister vom HRK und verloren mit 19:67.

Eine starke 2. Halbzeit reichte nicht aus, um den offensiven Bonuspunkt für vier Versuche zu erzielen. Nun ist der TSV im Kampf um die direkte Qualifikation zur Meisterrunde auf die Schützenhilfe der RGH angewiesen: Der SCN darf am Mittwoch keinen Sieg mit vier Versuchen einfahren, sonst müssen die Löwen am nächsten Wochenende in die Relegation gegen den RC Aachen.

Selbst mehrere zur 7er-Nationalmannschaft abgestellte Spieler sowie einige Verletzte brachten den Meister nicht in Bedrängnis. Das Team von Trainer Kobus Potgieter konnte mit dem deutschlandweit stärksten Kader abermals eine nicht zu schlagende Truppe aufs Feld schicken, die nach anfänglichem Abtasten relativ schnell einen komfortablen Vorsprung herausspielte. Die Marschroute der Löwen war klar, es sollte von Beginn an mit vollem Risiko aus allen Lagen angegriffen werden, denn der Bonuspunkt für vier Versuche hätte den sicheren dritten Tabellenplatz bedeutet. Dass dies nicht gelang, lag an der ersten Halbzeit, in der trotz einiger vielversprechender Chancen keine Punkte gemacht werden konnte. Kleine Fehler oder Momente der Unachtsamkeit wurden vom HRK gnadenlos bestraft und ihrerseits zu Kontern und weiteren Versuchen genutzt.

Dass es den Löwen dennoch niemals an Kampfgeist mangelt, wurde in der zweiten Hälfte deutlich. Jeder Spieler mobilisierte alle noch verfügbaren Kräfte, um die Wende noch zu schaffen. Dies spiegelte sich in drei Versuchen wieder, somit wurde das Ziel trotz aller Mühen leider knapp verfehlt. Zweimal gelang dem Sturm (diesmal teils vom Rest der Mannschaft zusätzlich unterstützt) der berüchtigte Push-Over, der dritte Versuch hatte Lehrbuchcharakter: Marcus Bender brach kraftvoll über die Vorteilslinie und spielte anschließend nach gekonnter Körpertäuschung Daniel Lortz frei, der nach kurzem Sprint den ebenfalls mitgelaufenen Gregor Hartmann bedienen konnte. Dieser war auf den letzten Metern nicht mehr zu halten und vollstreckte unter den Malstangen. Die Zuschauer honorierten die Einstellung des „Niemals-Aufgebens“ mit gehörigem Applaus. Spieler des Tages wurde Gregor Hartmann, der neben dem Versuch des Tages auch sonst keinen Ball verloren gab und mit vorbildlichen Einsatz zeigte, weshalb der Löwe unser Wappentier ist!

Abgekämpfte Löwen

Weitere Bilder von Pietro Contin finden Sie hier.

Mannschaft TSV:
Bender (’70 Girmann), S. Wetzel, Finzer (’27 H. Wetzel) – Schmidt, Stockert – Spieß (’16 – ’20 Klein), Hug, Hartmann – M. Bayer, Sürer – Adolf (’51 Wenz), Ayachi, Lortz, Seelinger, Pipa (’80 Rettwitz)

Punkte TSV:
Versuche: Hug, Hartmann, H. Wetzel
Erhöhungen: Pipa (2)



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