Das hätte besser beginnen können. Der TSV unterlag in beiden Spielen den Gästen aus dem Schwarzwald. Für die erste Mannschaft war gegen den TV Pforzheim beim 7:51 nichts zu holen, während die zweite mit 15:31 gegen den RC Rottweil das Nachsehen hatte.

Der mit einer Vielzahl an neuen Spielern verstärkte TVP machte seine Ambitionen deutlich, die seit fünf Jahren bestehende Vorherrschaft des Heidelberger RK im deutschen Rugby brechen zu wollen. Nach 30 Minuten, in denen die Löwen tapfer mithalten konnten, schraubten sie das Endergebnis mit insgesamt neun Versuchen in die Höhe und zeigten sich stets angriffslustig.

Der TSV agierte mannnschaftlich geschlossen und hielt nach Kräften dagegen, musste aber die individuelle Klasse des TVP anerkennen. Das neue Spielkonzept war durchaus zu erkennen, speziell in der ersten halben Stunde lieferte man sich ein relativ ausgeglichenes Duell. Beim Stande von 0:12 verfehlte Michael Cooke die Stangen bei zwei Straftritten aus schwieriger Position nur knapp, welche die Löwen hätten wieder heran bringen können. Mit zunehmender Spieldauer zogen die Gäste dann aber uneinholbar davon. Die Löwen gaben über die komplette Spielzeit nicht auf und belohnten sich mit einem Strafversuch, als der gegnerische Gedrängehalb sich nur regelwidrig zu helfen wusste. Eine gute Leistung vor der mit etwa 300 Zuschauern schönen Kulisse lieferte auch Schiedsrichter Augspurger ab. Die eigentlich eingeteile Unparteiische Pickert hatte sich beim Aufwärmen verletzt, wurde vom jungen Kollegen aber tadellos vertreten. Spieler des Tages wurde der neue Kapitän Gregor Hartmann, der seinem Team als starker Anführer vorrausging.

Enger ging es beim zweiten Spiel zu. Das Spiel war noch keine Minute alt, als André Wenz eine Fehlstellung in der Rottweiler Hintermannschaft ausmachte und eiskalt zuschlug. Er erlief seinen eigenen Überkick und punktete per Handauf. In einem packenden Match gab es danach Möglichkeiten auf beiden Seiten, wobei sich der RCR ein Chancenplus erspielte. Angetrieben von der „rumänischen Achse“ 9 und 12, die starke Leistungen ablieferten, gingen die Gäste in Führung, die sie auch nicht mehr hergeben sollten. Den Löwen, bei denen neben zahlreichen Neulingen die junggebliebenen Routiniers Alex und Mathias Pipa ein gelungenes Comeback feierten, fehlte es lediglich etwas am Abschluss. Dann wäre ein engeres Ergebnis oder gar ein Sieg möglich gewesen. So aber hatten die Gäste eine beruhigende 20-Punkte-Führung. Die letzte Viertelstunde gehörte dann wieder den Gastgebern, mehr als ein weiterer Versuch sollte aber nicht mehr gelingen. Trainer Christoph Heising sprach von „einer vermeidbaren Niederlage. Mit etwas mehr Cleverness kann man hier den Sieg holen. Aber das ist nun das Ziel für’s Rückspiel in Rottweil.“ Man of the Match war Ben Hopkins, dessen großes Engagement im offenen Spiel und die stark verbesserten Fitnesswerte das Trainerteam beeindruckten.

So spielten unsere Löwen:
TSV: Bender (68. Hopkins), Sacksofsky C., Himmer – Griskaitis, Contin – Bayer, Brew, Hartmann (Kapitän) – Krüger, Sürer – Williams, Lortz (15. Badelt, danach 32. Genthner), Ayachi, Huber, Cooke (57. Seelinger).

TSV II: Schulz, Held, Aschauer – Ruhland, Hopkins – Herkommer, Griesham, Strang – Seelinger, Pipa M. – Wenz, Pipa A., Burger, Adolf, Genthner. Wechselspieler waren Heiß, Martel, Klein, Kraus, von Haken, Dörzbacher und Bayer M.



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