Mit einem Paukenschlag haben sich die Löwen nach den zuletzt gezeigten durchwachsenen Leistungen zurückgemeldet. Der starke Aufsteiger aus Neckarsulm sah kein Land gegen die Handschuhsheimer und wurde mit einem klaren 55:19-Sieg und ohne Tabellenpunkte aus dem Lionspark nach Hause geschickt.

Was auch immer der TSV diesmal im Frühstück hatte: Bitte merken und wieder genauso essen! Denn unsere Löwen stürmten zu einem wahren Raketenstart. Versuch eins in Minute zwei, Versuch zwei in Minute vier, Marco Dörzbacher trat beide Erhöhungen über die Querstange, 14:0. So kann man in ein knapp erwartetes Spiel natürlich auch starten.

Doch die Löwen hatten noch nicht genug: Einem vielversprechend aussehenden Angriff der Gäste wurde mit einem hartem Tackling samt Ballverlust der Wind aus den Segeln genommen und Erste-Reihe-Stürmer Felix Martel setzte zu einem Sprint an, den in dieser Form wohl weder Freund noch Feind erwartet hatten. Der mitgelaufene Henrik Leimert bekam das Oval perfekt serviert und vollendete zum 19:0 nach ebenso vielen gespielten Minuten. Und es ging weiter. Nach einem Korn-Durchbruch gelang es dem TSV tatsächlich, den offensiven Bonuspunkt nach nur 23 Zeigerumdrehungen bereits einzutüten!

Dieser wirklich phänomenalen Anfangsphase folgte eine Ruhephase, im Angesicht des klaren Erfolges stellte sich bei den Löwen Zufriedenheit ein. Ein Fehler, denn die Neckarsulmer spielten vom Punktestand auf der Anzeigetafel unbeirrt und zogen phasenreiches Angriffsrugby auf. Zwei Versuche später war die komfortable Führung auf 26:14 geschmolzen und das Spiel wieder spannend. Zu allem Überfluss verletzte sich Kapitän Sven Wetzel am Ellenbogen und musste ausgewechselt werden.

Die Wechselspieler waren aber von Löwendompteur Gordon Hanlon sehr gut eingestellt worden und brachten den erhofften, frischen Wind. Felix Bayer und Marcus Bender sorgten dafür, dass der TSV Spielkontrolle und die Hoheit im Sturm wiedererlangte. Nach der Pause musste der Aufsteiger dem kräftezehrenden Verteidigen Tribut zollen und konnte die Löwen nicht mehr aufhalten. Besonders Marcus Bender wusste das zu nutzen und legte gleich drei Mal in der NSU-Endzone ab. Am Ende mobilisierten die Aufsteiger nochmals alle Kräfte, denn nach dem 55:19 hätte ihnen ein weiterer Versuch ebenfalls den Bonuspunkt beschert, der angesichts der mutigen Spielweise auch sicherlich nicht unverdient gewesen wäre. Aber die Löwen hielten Stand und ließen sich von 300 lautstarken Fans gebührend feiern.

In der spielfreien Woche soll nun der Grundstein gelegt werden, um die Saison ideal zu Ende zu bringen. Denn am 5. Mai wartet der SCN zur „Mutter aller Derbys“. Angesichts des letzten Tabellenplatzes unserer Nachbarn könnte deren drohender Abstieg zusätzliche Brisanz in das ohnehin hochemotionale Spiel bringen. Die Woche darauf wartet der SC Frankfurt 1880. Wir freuen uns auf einen heißen Tanz zum Abschluss der Spielzeit!

So spielten die Löwen:
1 Martel, 2 Wetzel, 3 Schüle, 4 Rosenthal, 5 Contin, 6 Klein, 7 Brunner, 8 Eiermann, 9 Dörzbacher, 10 Leimert, 11 von Haken, 12 Ayachi, 13 Korn, 14 Stein, 15 Kößler.
Eingewechselt: F. Bayer, Bender, Camus, Ruhland, Krause, Lorenz.

Versuche: Korn (2), Eiermann, Leimert, Martel, Rosenthal, Bender (3).
Erhöhungen: Dörzbacher (5)



Weitere neue Artikel in Kategorie 1. XV: